Dr. med. Henning Jäschke

Aktuelles


PATIENTENINFORMATION ZUM CORONAVIRUS

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

wie Sie den Medienberichten entnehmen wollen, breitet sich die Infektion mit dem Coronavirus Covid-19 weiter aus.

Auch wenn die Medienberichte dazu geeignet sind einen anderen Eindruck zu erwecken: Das Virus selbst gibt keinen Anlass für übertriebene Sorge oder gar Hysterie!

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist das Virus zwar sehr ansteckend, der Krankheitsverlauf in den meisten Fällen jedoch milde und ohne Komplikationen. So wie es scheint, verläuft die Infektion in vielen Fällen sogar ohne jedes Krankheitsgefühl. Schwere Verlaufsformen oder gar Todesfälle betreffen, gemessen an den Infektionszahlen, glücklicherweise nur sehr wenige Infizierte! Bis auf wenige Ausnahmen betrifft dies Menschen höheren Lebensalters, die zumeist auch an bedeutsamen chronischen Erkrankungen leiden.

Coronaviren sind der Fachwelt als klassischer Erreger für Atemwegsinfekte bereits seit langer Zeit bekannt. Die schweren Verläufe ausgenommen, bedeutet eine Infektion mit dem Subtyp Covid-19 im Grunde nichts anderes, als eine „gewöhnliche Erkältung“  durchzumachen.

Spezifisch-therapeutische Konsequenzen ergeben sich aus einem positiven Testergebnis für
Covid-19 nicht!

Eine Covid-19-Infektion wird – so wie jeder andere virusbedingte „grippale Infekt"    symptomatisch behandelt. Virusspezifische Medikamente, wie sie z.B. in der Behandlung einer Influenza oder einer HIV-Infektion eingesetzt werden, stehen für Covid-19-Infektionen bisher nicht zur Verfügung.

Die Untersuchung auf Nachweis von Covid-19 dient bis dato lediglich der epidemiologischen Erfassung der Virusausbreitung und im Ergebnis zur Koordinierung von Eindämmungsmaßnahmen.

Ob und inwieweit diese Maßnahmen bei weiterer Ausbreitung verschärft werden müssen, lässt sich nicht voraussagen. Für die zuständigen Behörden gilt es, mit viel Augenmaß die richtige Balance zu finden.  Das ist ein Drahtseilakt, dem Rechnung getragen wird, indem alle Beteiligten in intensivem Austausch miteinander stehen und in enger Abstimmung die jeweils erforderlichen Entscheidungen zum weiteren Vorgehen treffen. Bitte vertrauen Sie auf dieses Krisenmanagement!

 Umfassende und ständig aktualisierte Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz des
Robert-Koch-Institutes unter:

 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Wenngleich Covid-19 in den meisten Fällen einem "grippalen Infekt" gleichkommt:
Auf Grund seiner hohen Übertragungswahrscheinlichkeit stellt es das Gesundheitssystem vor eine gewaltige Herausforderung.

Praxen und Krankenhäuser sind dazu angehalten jene Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet bzw. erforderlich sind, Personal und Patienten vor einer Ansteckung zu schützen.

Einmal-Schutzanzüge, spezielle FFP2-Schutzmasken und Schutzbrillen, werden von Arztpraxen im Regelfall nicht vorgehalten. Diese sind, vor dem Hintergrund massivster Lieferengpässe, für die Praxen derzeit auch nicht zu beziehen. Sie stehen somit in den meisten Praxen nicht zur Verfügung!

Die zunehmende Ausbreitung des Virus führt zu einem gleichzeitigen Anstieg stationär und intensivmedizinisch behandelter Patienten. Dies hat im Ergebnis erhebliche Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Behandlungskapazitäten.

Ärzte und Pflegepersonal unterliegen dabei dem gleichen Infektions- und Erkrankungsrisiko wie der Rest der Bevölkerung - bei jedoch deutlich höherem Expositionsrisiko.

Bei begrenzten personellen Ressourcen im Gesundheitswesen könnte die Ansteckung einer bedeutsamen Anzahl von Ärzten und Pflegekräften zur Folge haben, dass es zu nachhaltigen Auswirkungen auf den Betrieb der Praxen und Krankenhäuser kommt.

Beides gilt es durch umsichtiges Handeln zu verhindern!

Wir möchten deshalb mit Nachdruck an Ihre Verantwortung als Patient und Bürger appellieren!

Sollten Sie an einer Erkältung, beziehungsweise an einem grippalen Infekt leiden, werden Sie bitte KEINESFALLS UNANGEMELDET in der Arztpraxis vorstellig.

Bitte informieren Sie sich telefonisch, ob und zu welchen Sprechzeiten Patienten mit akuten Atem-wegsinfekten untersucht und behandelt werden können.
Sollten Sie dieser Empfehlung nicht nachkommen, müssen Sie davon ausgehen, dass Ihnen aus Gründen des Infektionsschutzes der Zutritt zur Arztpraxis verwehrt werden muss!

Wägen Sie unter Berücksichtigung der Schwere Ihrer Symptome bitte gewissenhaft ab, ob es wirklich erforderlich ist, wegen eines Atemwegsinfektes untersucht werden zu müssen. Hinweise und Empfehlungen zur Behandlung, wie auch Krankschreibungen, sind auch fernmündlich möglich!

Auch wenn Sie nicht erkrankt sein sollten, so achten Sie bitte auf die Einhaltung des gebotenen Infektionsschutzes. Dies beinhaltet ganz besonders auch eine GRÜNDLICHE HÄNDEHYGIENE.

Sollten Sie unter einem Atemwegsinfekt leiden – und hier ist es wirklich unerheblich, ob Sie an Covid-19 oder einem anderen Erreger erkrankt sein sollten – nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen, indem Sie beim Verlassen Ihres Zuhause einen Mundschutz tragen. Es muss nicht unbedingt eine Maske sein. Auch ein übliches Halstuch leistet bereits gute Dienste!

 

WIR SIND ALS PRAXIS WEITERHIN FÜR SIE DA!
Doch wollen auch wir alles tun, um der weiteren Ausbreitung des Virus entgegen zu wirken. Haben Sie daher bitte Verständnis, dass das Praxispersonal von nun an einen Mundschutz trägt.
Wir bitten Sie darum, es uns für die Dauer Ihres Praxisbesuches ebenso zu tun.
Bitte seien Sie durch dieses Vorgehen nicht beunruhigt! Wir sind nicht erkrankt!

Bitte lassen Sie uns mit Ihrer Rücksichtnahme jene Unterstützung zukommen, die erforderlich ist, um diese Belastungsprobe für unser Gesundheitssystem zu bewältigen.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis 

Ihr Praxisteam Dr. Jäschke


Diese Information können Sie unter dem nachfolgenden Link auch als PDF herunterladen: Patienteninformation zum Coronavirus